Spätestens, wenn man beobachtet, wie ein älterer Herr beim Joggen extra einen Umweg macht, um dem Unimaskotchen (Statue des Bruin-Bären) liebevoll für paar Sekunden die Schnauze zu streicheln - ja, spätestens dann wird dir klar, dass die Amis sich noch weit mehr mit ihrer Uni identifizieren als der typische Deutsche. Ein weiteres Indiz ist, dass die Hälfte der Studis mit UCLA-Pullis, T-Shirts, Kappen und was weiss ich noch rumläuft. Ich habe mich auch schon in den Merchandising-Wahn gestürzt und heute wegen Pisswetters einen original UCLA Regenschirm erstanden!
Die Seele des patriotischen UCLA-Studenten bedurfte aber auch meiner Unterstützung, denn gestern hat das UCLA Basketball-Team (die Bruins) im Finale der nationalen College-Meisterschaften gegen Florida verloren. Dazu muss ich anmerken, dass das College-Basketball-Finale in der Popularität in den USA die NBA weit übertrifft und eingentlich nur noch von der Super-Bowl geschlagen wird. Na ja, "wir" haben verloren. Habe den Kummer mit einem großen Heineken hinuntergespült ;-)
Die ersten Vorlesungen hatten einiges zu bieten, gerade hinsichtlich der Professoren war alles dabei. Vom 92-jährigen Emeritus ("I started lecturing in 1946..."), der Schwänke aus seiner Zeit als Berater des Wirtschaftsstabs von Kennedy zum Besten gab, bis zum Jungspund in Shorts, Laufschuhen und US-Open T-Shirt, der auch sprachlich eher auf der lockeren Seite angesiedelt war ("Taxes fuck up valuation big-time..."). Das sorgt für Kurzweil - und inhaltlich ist das ganze über jeden Zweifel erhaben. Also: Passt scho!
Jetzt muss ich Hausaufgabe machen. Ist das erste Mal während des Studiums, dass ich schon am 2. Tag (!!!) des Semesters was tue. Ausserdem hatte ich seit der Schule keine Hausaufgaben mehr. Ist also nicht alles besser!!!
Ich wünsch Euch was und sag baba,
Da Doni